Leben mit Hörbehinderung

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Vorwort

Dieser Ratgeber richtet sich an Menschen mit einer Hörbehinderung und an Interessierte. Er informiert über verschiedene Lebensbereiche und Anlaufstellen. Er gibt wichtige Tipps und Hinweise. Er stellt Angebote aus der Stadt Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis vor.

Hörbehinderung ist nicht gleich Hörbehinderung. Was man braucht, kann sehr unterschiedlich sein. Deshalb kann es auch sein, dass Sie nicht alles finden, was für Sie interessant ist. Fragen Sie dann bitte bei den Anlaufstellen nach, die in der Broschüre genannt sind.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Broschüre das Leben mit Hörbehinderung zu erleichtern und Ihnen mehr Teilhabe am Leben zu ermöglichen!

Patrick Alberti Kommunaler Behindertenbeauftragter Rhein-Neckar-Kreis 
Christina Reiß Kommunale Behindertenbeauftragte Stadt Heidelberg

Allgemeine Hinweise zum Thema Hörbehinderung

Hörbehindert ist nicht gleich hörbehindert! Das Spektrum der  sogenannten Hörbehinderungen ist groß. Nicht immer liegt eine  komplette Gehörlosigkeit vor: das Hören kann von leicht schwerhörig bis zum vollständigen Hörverlust eingeschränkt sein.

Menschen mit Hörbehinderungen benötigen verschiedene  Maßnahmen für eine Teilhabe an der Gesellschaft.

Schwerhörige und spät ertaubte Menschen haben früher in der Regel durch Sprechen und Hören kommuniziert. Darum sind sie häufig auch später noch lautsprachlich orientiert. Diese Menschen erlernen nicht immer die Gebärdensprache. Vor allem nicht, wenn der Hörverlust erst im fortgeschrittenen Alter auftritt. Schriftdolmetschen kann hier hilfreich sein. Schriftsprachdolmetscher*innen schreiben die gesprochene Sprache auf. Menschen mit einer Hörbehinderung können das  Gesprochene mitlesen.

Gehörlos (bzw. taub) ist, wer vor dem Spracherwerb im frühen Kindesalter kein Hörvermögen hatte. Hier ist die bevorzugte Kommunikationsform die Gebärdensprache. Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist in Deutschland seit 2002 offiziell als Sprache anerkannt. Gehörlose Menschen sind also nicht „taubstumm“, wie fälschlicherweise immer wieder gesagt wird. Vielmehr kommunizieren sie in einer anderen Sprache. Gehörlosigkeit ist damit sowohl ein sprachliches als auch ein kulturelles Phänomen. Gesellschaftliche Aktivitäten von gehörlosen Menschen heben sich oft von denen der Mehrheitskultur einer  Gesellschaft ab.

Die Zugehörigkeit zur Gebärdensprachgemeinschaft oder die zur Lautsprachgemeinschaft ist oft unabhängig von der Hörbehinderung.
Gebärdensprachdolmetscher*innen übersetzen gesprochene Sprache in die Deutsche Gebärdensprache und zurück. Die Deutsche Gebärdensprache ist die Muttersprache vieler gehörloser Menschen.

Wenn zu einer Hörbehinderung noch eine Einschränkung des Sehens hinzukommt, spricht man von einer Hörsehbehinderung bzw. Taubblindheit. Taubblindenassistent*innen unterstützen Menschen mit Hörsehbehinderung im Alltag. Sie haben Kenntnisse in taktilen Gebärden und im Lormen. Bei der taktilen Gebärdensprache legt die taubblinde Person ihre Hände auf die Hände der gebärdenden Person und fühlt so die Form und Bewegung der Gebärden. Beim Lormen sind bestimmte Teile der Hand den Buchstaben des Alphabets zugeordnet. So können Worte fühlbar buchstabiert werden.

Die Dolmetscher*innen müssen frühzeitig gebucht werden. Kontaktieren Sie diese rechtzeitig. Gebärdensprachdolmetschende finden Sie beispielsweise über die Dolmetschervermittlung des Landesverbands der Gehörlosen in Baden-Württemberg e.V.

Es gibt Situationen, in denen die Kosten für Dolmetscher*innen übernommen werden. Informieren Sie sich rechtzeitig. Einige Informationen finden Sie auch in dieser Broschüre.

Von App bis Untertitelung

Untertitel (UT)

Im Fernsehen und im Internet gibt es ein Angebot an Filmen mit Untertiteln. Diese sind häufig mit den Buchstaben „UT“ gekennzeichnet. Manche Sendungen werden auch in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Im Fernsehen finden Sie den Untertitel im Videotext. Informationen, an welcher Stelle eine bestimmte Seite aktiviert werden muss, finden Sie im Internet unter https://untertitel.de/. Bei einigen Fernsehern kann man die Untertitel auch mit einer speziellen Taste auf der Fernbedienung aktivieren.

Auch Videos im Internet haben manchmal Untertitel. Die Untertitel muss man aber häufig erst aktivieren, indem man auf das entsprechende Symbol klickt. Bei YouTube werden Untertitel manchmal automatisch hinzugefügt. Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut. Wenn man einen Film auf YouTube hochlädt, kann man die Untertitel auch selbst bearbeiten.

Kino

Mit der App „GRETA“ können Filme im Kino mit Untertiteln angesehen werden. Der Untertitel wird dabei auf Ihrem Smartphone angezeigt. Schauen Sie rechtzeitig, ob Ihr gewünschter Film in der App vorhanden ist. Laden Sie sich den Untertitel dann in Ihrem WLAN zu Hause herunter. So können Sie den Untertitel über die App einfach im Kino auf Ihrem Smartphone abspielen.

Internet: www.gretaundstarks.de

Hörtechnische Anlagen

Mit hörtechnischen Anlagen werden Geräusche, Sprache und Musik direkt an das Hörgerät oder Cochlea-Implantat übertragen.

Es gibt verschiedene Anlagen, die verschiedene Übertragungstechniken benutzen: induktive Höranlagen (über die sogenannte „T-Spule“), Infrarot-Höranlagen und Übertragungsanlagen, die Radiowellen (FM) oder Bluetooth benutzen.

Für Infrarot-Höranlagen und drahtlose Übertragungsanlagen bekommen Sie ein Empfangsgerät vom Veranstalter. Dieses kann mit einer Ringschleife oder mit Kopfhörern verbunden werden.

Induktive Höranlagen oder Anlagen können fest im Raum installiert sein. Sie können aber auch in Form einer mobilen Höranlage vorhanden sein. Wenn Sie ein kompatibles Hörgerät oder Cochlea-Implantat besitzen, benötigen sie keine weiteren Geräte. Bei vielen mobilen Höranlagen wird Ihnen ein Empfangsgerät ausgehändigt, das die Signale an Ihre Hörhilfe überträgt. Es gibt auch Empfänger mit Kopfhörer.

Bei allen Anlagen muss die entsprechende Funktion in Ihrer Hörhilfe eingestellt sein. Fragen Sie Ihre/ Ihren Hörgeräte-Akustiker*in. Dort können Sie auch über mögliche Einsatzgebiete beraten werden

Kinder mit Hörbehinderung

Eine frühe Hilfe für Kinder mit Hörbehinderung ist unerlässlich, weil der eigentliche Hörprozess - und damit die spätere Spracherkennung - nicht im Ohr, sondern im Gehirn ablaufen: Das Gehirn muss das Hören erst lernen. Kommen keine elektrischen Signale im Gehirn an, weil das Kind nicht oder nur unvollständig hört, bilden sich entscheidende neuronale Verbindungen gar nicht erst aus und die Kinder haben später große Schwierigkeiten damit, das Sprechen zu erlernen.

Wichtig ist auch, Informationen von Selbstbetroffenen einzuholen. Fachleute empfehlen Zweisprachigkeit – das bedeutet: Deutsche Gebärdensprache und Lautsprache – von Anfang an. Informationen dazu gibt es beim Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg:

Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg e.V.
Hohenheimer Str. 5
70184 Stuttgart Mobiltelefon (Geschäftszeiten): 0160 98677259
Skype: Landesverband Gehörlose BW
FaceTime: geschaeftsstelle@lv-gl-bw.de
Fax: 0711 2363149
Web: www.lv-gl-bw.de/
Hilfreiche Informationen bietet der Frühförderwegweiser für Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis. Dieser informiert über die vorhandenen Frühförderstellen, die diagnostischen und therapeutischen Einrichtungen und Förderangebote in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis. Er wird herausgegeben von der Arbeitsgruppe interdisziplinäre Frühförderung am Gesundheitsamt (aif).

Kontakt:
Gesundheitsamt/Arbeitsgruppe interdisziplinäre Frühförderung
Kurfürsten-Anlage 38-40
69115 Heidelberg
Telefon: 06221 522-1872,
Fax: 06221 522-1840
E-Mail: gesundheitsamt@rhein-neckar-kreis.de

Universelles Neugeborenen Hörscreening

Bereits seit 2009 wird wenige Tage nach der Geburt im Rahmen der sogenannten U2-Untersuchung als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ein einfacher und für das Baby schmerzfreier Hörtest durchgeführt.

Hörtrackingzentrale des Landes Baden-Württemberg

Seit 2019 gibt es am Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg die landesweite Hörtrackingzentrale. Wenn beim Neugeborenen-Hörscreening ein Befund auffällig war, werden die Eltern betroffener Kinder zweimal vom Hörtracking-Team angerufen und - falls es zu keinem Gespräch kommt - auch angeschrieben. Die Eltern entscheiden, ob sie das Angebot annehmen. Es kann vom Hörtracking-Team ein Termin in einer wohnortnahen Beratungsstelle organisiert werden, damit der Befund aus dem Screening noch einmal überprüft wird.

Kontakt:
Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum Heidelberg
Tracking Neugeborenen-Hörscreening 
Im Neuenheimer Feld 669
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 56-6315
E-Mail: neugeborenen.hoerscreening@med.uni-heidelberg.de

Universitätskinderklinik Heidelberg

In der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie des Universitätsklinikums Heidelberg können Untersuchungen durchgeführt werden, wenn bei Kindern ein Verdacht auf eine Hörbehinderung besteht.

Kontakt: 
Phoniatrie- und Pädaudiologie-Sprechstunde 
(Abteilung der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik)
Im Neuenheimer Feld 400 (Ebene 2)
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 56-7238
Hinweis: Termin nur nach telefonischer Vereinbarung

Frühförderung und Beratung Hören

Familien mit einem Kind mit einer Hörbehinderung können sich an die Pädagogische Audiologie wenden, auch wenn nur ein Verdacht darauf besteht, dass das Kind nicht gut hört. Dort gibt es Beratung, Hördiagnostik und Frühförderung. Diese Angebote sind kostenfrei. Es ist keine ärztliche Überweisung notwendig. Beratung ist in Deutscher Gebärdensprache oder Lautsprache möglich.

Kontakt: 
Staatliches Sonderpädagogisches 
Bildungs-und Beratungszentrum mit Internat
Förderschwerpunkte Hören und Sprache Heidelberg/Neckargemünd
Luise von Baden
Quinckestr. 69/72
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 6447-0 /-20,
Fax: 06221 6447-14
E-Mail: pb@sbbz-luise.de
Web: www.sbbz-luise.de

Sonderpädagogischer Dienst - Förderschwerpunkte Hören und Sprache mit Medienberatungszentrum

Beratung und Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit einer Hör- oder Sprachbehinderung an allgemeinen Schulen, deren Eltern sowie Lehrkräfte der allgemeinen Schulen im Hinblick auf sonderpädagogische Fragestellungen.

Kontakt: 
Staatliches Sonderpädagogisches 
Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat
Förderschwerpunkte Hören und Sprache Heidelberg/Neckargemünd Luise von Baden
Sonderpädagogischer Dienst
Schützenhausstr. 34
69151 Neckargemünd
Telefon: 06223 807-206,
Fax: 06223 807-133
E-Mail: Melora.Adelmann-Dippold@sbbzint-ngd.kv.bwl.de 
Web: www.sbbz-luise.de

Schulen/Sonderpädagogischer Dienst

Staatliches Sonderpädagogisches 
Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat
Förderschwerpunkte Hören und Sprache Heidelberg/Neckargemünd Luise von Baden      

Die Einrichtung bietet sonderpädagogische Frühförderung für Kinder mit einer Beeinträchtigung oder Entwicklungsauffälligkeit im Säuglings-, Kleinkind- oder Vorschulalter in den Förderschwerpunkten Hören und Sprache.

An den Grundschulen – Hören und Sprache – sowie in der Sekundarstufe I und in der Abteilung Berufliche Bildung werden die Schüler*innen nach den Bildungsgängen der allgemeinen Schule bzw. der beruflichen Schule unterrichtet.

Kinder mit den Förderschwerpunkten Hören oder Sprache können an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) oder an einer allgemeinen Schule unterrichtet werden (Inklusion). Das Staatliche Sonderpädagogische Bildungs-und Beratungszentrum mit Internat verfügt über
  •  einen Schulkindergarten
  •  eine Grundschule – Förderschwerpunkt Hören
  •  eine Grundschule – Förderschwerpunkt Sprache
  •   eine Sekundarstufe I mit den Förderschwerpunkten  Hören und Sprache und dem Bildungsgang Realschule
  •   eine Abteilung Berufliche Bildung mit verschiedenen  Bildungsaufgaben, u.a. mit einer zur Fachschulreife  führenden Sonderberufsfachschule
  •  ein Internat
  •  einen Sonderpädagogischen Dienst 
  •  Beratungsstellen mit verschiedenen Schwerpunkten

Das SBBZ Luise von Baden befindet sich an zwei Schulstandorten:

Schützenhausstr. 34,
69151 Neckargemünd
Telefon: 06223 807-0
Fax: 06223 807-133
E-Mail: Poststelle@SBBZInt-ngd.kv.bwl.de

Quinckestr. 69/72, 69120 Heidelberg
Telefon: 06221 6447-0
Fax: 06221 6447-14
E-Mail: Poststelle@SBBZInt-ngd.kv.bwl.de

Web: www.sbbz-luise.de

Studieren mit Hörbehinderung

Unterstützung und Beratung bieten die Behindertenbeauftragten  der einzelnen Hochschulen.

Pädagogische Hochschule (PH) Heidelberg

An der PH gibt es einen Schwerpunkt  Sonderpädagogik/Hörgeschädigtenpädagogik:
www.ph-heidelberg.de/hoergeschaedigtenpaedagogik

Außerdem gibt es an der PH den im Wintersemester 2019/2020  neu eingerichteten Studiengang Taubblinden- und Sehbehindertenpädagogik:

Kontakt:
Prof. Dr. Andrea Wanka
Institut für Sonderpädagogik Professur für Taubblinden/Hörsehbehindertenpädagogik
Keplerstraße 87
69120 Heidelberg
Tel: 06221 477-177
Fax: 06221 477-440         
E-Mail: wanka@ph-heidelberg.de

An der PH sind mehrere Seminarräume mit drahtlosen Übertragungsanlagen und Freifeldbeschallung ausgestattet.  Empfangsgeräte stehen zur Verfügung, sie können mit Audioschuh und Kabel bzw. Induktion genutzt werden. Voraussetzung ist, dass die Telefon-Spule im Hörsystem enthalten und aktiviert ist.

Kontakt:
Behindertenbeauftragte Dr. Barbara Bogner
Keplerstr. 87
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 477-453
E-Mail: studium-behinderung@ph-heidelberg.de
Web: www.ph-heidelberg.de/behindertenbeauftragte

Die Behindertenbeauftragte unterstützt und berät bei allen Fragen zum Studium mit Hörbehinderung wie z. B.
   •  Nachteilsausgleich bei Prüfungen •  Studienverlaufsplanung (zeitliche Planung)
   •   Hörtechnik (z. B. Information zu Seminarräumen mit  Übertragungsanlagen, mobile Höranlagen zur Ausleihe,  Unterstützung bei der Beantragung von Hörtechnik)
   •   Kommunikationsassistenz  (Schrift-/Gebärdensprachdolmetschen)
   •  Barrierefreie Lehrmaterialien (z. B. Untertitelung von Videos)
   •  Vernetzung mit Gleichbetroffenen

Universität Heidelberg

Das Handicap-Team ist Ansprechpartner für alle Studieninteressierten und Studierenden der Ruprecht-Karls-Universität. Es bietet Unterstützung bei der Bewältigung behinderungs- bzw. krankheitsbedingter Hürden während des Studiums – von der Wahl des Studienfachs bis hin zum Einstieg in das Arbeitsleben.

Kontakt:
Beauftragte für behinderte und chronisch kranke Studierende
Dania Hollmann und Carolin Pfisterer-Weik
Seminarstraße 2
69117 Heidelberg
Telefon: 06221 54-12221 oder 06221 54-12224
E-Mail: handicap@zuv.uni-heidelberg.de
Hinweis: Kontaktaufnahme per E-Mail erbeten.

Das Beratungsangebot richtet sich an alle Studierenden, die chronisch gesundheitlich eingeschränkt sind. Darunter fallen auch Erkrankungen wie beispielsweise AD(H)S, Autismus, Legasthenie oder Depressionen. Generell gilt: Nicht die Diagnose, sondern der Hilfebedarf ist relevant.

Auf der Website steht auch ein Infobuch für Studierende zur Verfügung.

SRH Hochschule Heidelberg

Kontakt:
Beauftragter für die berufliche Rehabilitation 
an der SRH Hochschule Heidelberg
Prof. Dr. Christian Johannsen
Fakultät für Wirtschaft
Raum arc 321
Ludwig-Guttmann-Str. 6
69123 Heidelberg
Telefon: 06221 88-2379
Fax: 06221 88-1010
E-Mail: christian.johannsen@hochschule-heidelberg.de

Informationen zum Thema Studieren mit Handicap:
https://www. hochschule-heidelberg.de/de/hochschule/campus-leben/studierenmit-handicap/

Studierendenwerk

Kontakt:
Beauftragte des Studierendenwerks Heidelberg 
für Studierende mit Handicap
Gartenstr. 2
69115 Heidelberg
Telefon: 06221 54-3758
E-Mail: sozb@stw.uni-heidelberg.de
Web: www.studierendenwerk-heidelberg.de/sozialberatung

Beruf und Hörbehinderung

IFD – Integrationsfachdienst

Für hörbehinderte, berufstätige Menschen gibt es eine spezielle Fachberatung bei den Integrationsfachdiensten. Sie ist zuständig für schwerhörige und gehörlose Menschen, die Unterstützung am  bestehenden Arbeitsplatz brauchen.

Die Mitarbeitenden der Fachberatung kennen sich mit den Bedürfnissen hörbehinderter Menschen am Arbeitsplatz bestens aus. Sie sind teilweise gebärdensprachkompetent und wissen auch über Hörbehindertentechnik sehr gut Bescheid. Außerdem unterstützen sie bei Fortbildungen und setzen Gebärdensprach-, Schriftdolmetschende oder sonstige Kommunikationshilfen am Arbeitsplatz ein.

Kontakt:
IFD Heidelberg–Mosbach
Hebelstr. 22 A 69115 Heidelberg
Telefon: 06221 89015-44
Fax: 06221 89015-11
E-Mail: info.heidelberg-mosbach@ifd.3in.de
www.ifd-bw.de/arbeitnehmer/menschen-mit-sinnesbehinderung/

Beratungsstellen

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

EUTBs unterstützen in Fragen zur Teilhabe. Zum Beispiel, wenn man Fragen hat zur Assistenz oder zu Hilfsmitteln oder man wissen will, was ein Teilhabeplan ist.
Ausführliche Informationen gibt es unter www.teilhabeberatung.de.

EUTB Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg e.V.

Hohenheimer Straße 5
70184 Stuttgart
Beratung in DGS möglich.

EUTB - Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung in Baden-Württemberg

Träger: stiftung st. franziskus heiligenbronn I

In Baden-Württemberg leben nach Schätzungen rund 1100 Menschen mit einer angeborenen oder erworbenen Taubblindheit/ Hörsehbehinderung. Ein spezifisches Beratungsangebot für den Personenkreis der erwachsenen Menschen mit Taubblindheit/ Hörsehbehinderung, die von dieser Behinderung eigener Art betroffen sind, gibt es seit 01.10.2018 auch in Heidelberg.

Als Beraterin ist Karin Stricker tätig, die neben Gebärdensprachkompetenzen hörsehbehindertenspezifische Kommunikationsformen wie taktiles Gebärden und Lormen beherrscht. Sie verfügt über umfassende Kenntnisse zu Taubblindheit/Hörsehbehinderung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen.

Schröderstrasse 32
69120 Heidelberg
Beratungstermine:
Dienstag 9-12 Uhr und weitere Termine nach Vereinbarung
Telefon: 06221 6518195

Fax: 06221 6590056
Mobil: 0151 68854416
E.Mail: stricker.EUTB@stiftung-st-franziskus.de
Homepage: www.stiftung-st-franziskus.de/eutb

EUTB für Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis

Teilhabeberatung beim
Heidelberger Selbsthilfebüro
Alte Eppelheimer Straße 40/1
69115 Heidelberg

Angebote im Rhein-Neckar-Kreis

Rhein-Neckar-Kreis (nördl. Teil)

Kontakt:
Beratungsstelle für Hörgeschädigte
Stiftung Pro Kommunikation in Baden-Württemberg
Helena Petzel
Unionstr. 3
68309 Mannheim
Telefon: 0621 1689410,
Fax: 0621 1689 411
SMS: 0151 19450876
E-Mail: h.petzel@prokom-bw.de
Web: www.prokom-bw.de

Beratung
   •   Gespräche bei persönlichen Fragen und Anliegen  (z.B. Familie, Erziehung, Partnerschaft)
   •   Informationen über Hörbehinderung, technische Hilfen  und Dolmetscher
   •  Erklärung komplizierter Sachverhalte (z.B. Briefe, Verfahren)
   •  Hilfe bei Anträgen für Geld- und Sachleistungen
   •  Begleitung bei Krankheit, psychischer Belastung und Sucht
   •  Beratung bei finanziellen Schwierigkeiten
   •   Beratung von Angehörigen, Bezugspersonen  und anderen Fachdiensten

Vermittlung
   •  zu Netzwerken und Selbsthilfegruppen
   •  zu ambulanten Diensten (z.B. Pflegedienst, Betreutes Wohnen)
   •   zu Facheinrichtungen für Menschen mit Hörbehinderung  (z.B. Reha-Kliniken, Wohneinrichtungen)
   •  zu Ämtern und Behörden

Seelsorge und Beratung für Menschen mit einer Hörbehinderung

Träger: Evangelische Landeskirche in Baden
Ganzheitliche Beratung und Begleitung erwachsener Menschen mit Hörbehinderung: Das Angebot richtet sich an gehörlose, schwerhörige, ertaubte und hörsehbehinderte Menschen sowie Träger*innen von Cochlea-Implantat (CI), ihre Familien sowie Menschen und  Institutionen in ihrem Umfeld.

Seelsorge:
   •  Gottesdienste in Gebärdensprache, ökumenisch offen
   •  Gespräche bei Taufe, Trauung, Trauer
   •  Lebensberatung für Paare und Singles
   •   Erwachsenenbildung/Informationsveranstaltungen  und Workshops

Die Seelsorge ist offen für alle Menschen mit Hörbehinderung, egal welcher religiösen Orientierung.

Soziale Beratung:
   •  Informationen zum Teilhabe- und Rehabilitationsrecht
   •   Beratung zum Nachteilsausgleich und Hilfe bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber Sozialleistungsträgern
   •   Beratung in sozialen Notlagen, bei Fragen zu Familie,  Erziehung und Alter
   •  Vermittlung zu den Netzwerken Betroffener und der Selbsthilfe
   •  Gruppenangebote/Erwachsenenbildung

Die soziale Beratung richtet sich an alle Erwachsenen mit Hörbehinderung, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und sexueller Orientierung. Es gilt die Schweigepflicht.

Kontakt:
Seelsorge und Beratung für Hörgeschädigte 
Schröderstr. 101     
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 475342
Fax: 06221 402074
E-Mail Seelsorge: sub.heidelberg@t-online.de          
E-Mail Soziale Beratung: deaf@ekiba.de
Web: www.gehoerlosen.ekihd.de

Selbsthilfe

Selbsthilfegruppe für Schwerhörige und Ertaubte Heidelberg

Ansprechpartnerin:
Nicole Braun
E-Mail: schlappohr-hd@web.de
Web: www.schlappohren-hd.de

TINNITUS Selbsthilfegruppe Oftersheim

Treffen: jeden zweiten Dienstag im Monat jeweils um 19.00 Uhr
im Gemeindemuseum, Mannheimer Str. 59, 68723 Oftersheim
Ansprechpartner: Ludwig Kuhn
Philipp-Schmitt-Str. 8a  l  69207 Sandhausen
Telefon: 06224 51751
E-Mail: ludwig_kuhn@t-online.de

Cochlea-Implantat Selbsthilfegruppe

Ansprechpartner: Thomas M. Haase
Tel.: 06204 3906
E-Mail: thomas.haase@civ-bawue.de
Web: https://civ-bawue.de/project/shg-rhein-neckar/

Deafies Heidelberg

Deafies Heidelberg ist eine Gruppe für junge Schwerhörige und 
Gehörlose aus Heidelberg.
Internet: www.deafies-hd.de    
E-Mail: info@deafies-hd.de
Facebook: deafies.heidelberg

Weitere Selbsthilfegruppen

Informationen und Beratung zu Selbsthilfegruppen bietet das 
Heidelberger Selbsthilfebüro
Alte Eppelheimer Straße 40/1  l  69115 Heidelberg
Telefon: 06221 184290 
Web: www.selbsthilfe-heidelberg.de

Angebote Heidelberg

Heidelberg.Huerdenlos.de

Der Online-Stadtführer www.heidelberg.huerdenlos.de informiert über verschiedene Aspekte der Barrierefreiheit in öffentlich zugänglichen Gebäuden im Stadtgebiet Heidelberg.
Über den Suchfilter „Menschen mit Hörbehinderung und Gehörlose“ kann man sich schnell einen Überblick verschaffen. So wird auch aufgezeigt, welche Gebäude mit einer Induktionsschleife ausgestattet sind.

Mobile Induktionshöranlage

Im Büro der kommunalen Behindertenbeauftragten steht eine  mobile Induktionshöranlage zur Verfügung, die inzwischen auch bei städtischen Veranstaltungen zum Einsatz kommt.

Serviceangebot der Kommunalen Behindertenbeauftragten: Verleih der mobilen Induktionshöranlage

Bei der mobilen Induktions-/FM-Anlage erhalten Hörbehinderte ein Empfangsgerät, das die Tonsignale direkt auf Ihr Hörgerät (Voraussetzung: T-Spule) oder CI-Gerät sendet. Wer keine individuelle Hörtechnik nutzt, kann einen Kopfhörer aufsetzen.

Die Entleihe ist kostenfrei, es fallen jedoch 20 €/Stunde für eine betreuende Servicekraft an (sofern benötigt). Frühzeitige Terminvereinbarung empfohlen.

Städtische Veranstaltungen

Bei vielen Veranstaltungen der Stadt Heidelberg gibt es in der Einladung einen Hinweis, dass man sich melden kann, wenn man auf Grund einer Behinderung einen speziellen Bedarf hat. Nutzen Sie dieses Angebot, wenn Sie Gebärdensprach- oder Schriftdolmetschen brauchen oder auf eine Induktionshöranlage angewiesen sind.

Die Stadt Heidelberg hat Hinweisbilder entwickelt, mit denen bei einer Veranstaltung darauf hingewiesen wird, ob es eine Induktionshöranlage gibt oder in DGS oder Schrift gedolmetscht wird:
Piktogramme

Angebote Rhein-Neckar-Kreis

Höranlage in Schriesheim:

Die Stadt Schriesheim hat eine mobile Höranlage, die man sich für Veranstaltungen in Schriesheim ausleihen kann.

Für weitere Infos können Sie sich direkt an Frau Reichel wenden:
Telefon: 06203 602116,
E-Mail: karin.reichel@schriesheim.de

Weitere Angebote für gehörlose Menschen und  Menschen mit Hörbehinderung finden Sie in Zukunft auch  auf www.Inklusion-im-Kreis.de.

Allgemeine Informationen zu Behörden

Behördenauskunft ohne Worte: Das 115-Gebärdentelefon

Eine Nummer für alle Anliegen. Das war das Ziel bei der Einrichtung der bundesweiten Servicenummer 115.

Ziel des 115-Verbundes ist es, den 115-Zugang zu allgemeinen Informationen und Leistungen der öffentlichen Verwaltung möglichst allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen.
Mit Hilfe des 115-Gebärdentelefons können Sie die einheitliche Behördennummer auch nutzen, wenn Sie gehörlos oder hörbehindert sind.
Gehörlose und hörbehinderte Beraterinnen und Berater beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu Leistungen der öffentlichen Verwaltung.

Das Gebärdensprachtelefon erreichen Sie über das Internet.
Die Adresse ist: 115@gebaerdentelefon.d115.de

Ein ISDN-Bildtelefon ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr  besetzt.
Die Telefonnummer lautet: 030 221 911 015.
Gehörlose und hörbehinderte Beraterinnen und Berater nehmen Ihren Anruf gern entgegen und beantworten Ihre Fragen in Gebärdensprache.

Selbstverständlich können Sie auch schriftlich Kontakt aufnehmen:
per E-Mail info.gehoerlos@bmas.bund.de 
per Fax 030 221 911 017.

Dort können Sie ebenso die gewünschten Informationen erhalten.

Behördentelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) bei Fragen zu sozialen Dingen:

Der Gehörlosen-/Hörgeschädigtenservice des BMAS beantwortet kompetent Ihre Fragen zu sozialen Themen. Geschulte und erfahrene Mitarbeitende geben so Rat und Hilfestellung.

Sie erreichen das Behördentelefon des BMAS auch per E-Mail: info.gehoerlos@bmas.bund.de

Gebärdentelefon:
gebaerdentelefon@sip.bmas.buergerservice-bund.de
ISDN-Bildtelefon: 030 221 911 015
Fax: 030 211 911 017
Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag 8 bis 20 Uhr

Beantwortung von Fragen zu Pflegeleistungen

Kontakt:
Bundesministerium für Gesundheit
Postfach 500, 53108 Bonn,
Schreibtelefon: 0800 1110005
Fax für Gehörlose: 0800 1110001
E-Mail: info@bmgs.bund.de
Web: www.pflegestaerkungsgesetz.de,
www.bmg.bund.de

Rund um die Gesundheit

Kontakt:
Bundesministerium für Gesundheit
Beratungsservice für Gehörlose und 
Menschen mit Hörbehinderungen
Gebärdentelefon ISDN-Bildtelefon:  030 340 60 66 – 08 
Gebärdentelefon Video over IP: gebaerdentelefon.bmg@sip.bmg.
buergerservice-bund.de 
Fax: 030 340 60 66 – 07,
E-Mail: info.deaf@bmg.bund.de
oder info.gehoerlos@bmg.bund.de

Gehörlos in der Arztpraxis oder im Krankenhaus

Menschen mit Hör- oder Sprachbehinderung haben das Recht auf Unterstützung durch Dolmetschende bei der medizinischen Behandlung. Dies regelt das Sozialgesetzbuch I in §17 (2): „Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen haben das Recht, bei der Ausführung von Sozialleistungen, insbesondere auch bei ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen, in Deutscher Gebärdensprache, mit lautsprachbegleitenden Gebärden oder über andere geeignete Kommunikationshilfen zu kommunizieren. Die für die Sozialleistung zuständigen Leistungsträger sind verpflichtet, die durch die Verwendung der Kommunikationshilfen entstehenden Kosten zu tragen. § 5 der Kommunikationshilfenverordnung in der jeweils geltenden Fassung gilt entsprechend.“

Bei der Stiftung Pro Kommunikation Baden-Württemberg kann die Informationsmappe „Ein gehörloser Patient kommt auf Ihre Station“ gegen Portoerstattung bestellt werden:

Stiftung Pro Kommunikation Baden-Württemberg
Quinckestr. 72
69120 Heidelberg
Fax 06221
475214
www.prokom-hd.de

Kostenübernahme im Verwaltungsverfahren

Gesetzesgrundlage

Zum 1. Januar 2015 ist das Landes-Behindertengleichstellungsgesetz (L-BGG) in Kraft getreten, das auch für Gemeinden gilt. Zu den Rechten von Menschen mit Hör- bzw. Sprachbehinderungen regelt das Gesetz in § 8 Absatz 3:

„Menschen mit Hörbehinderungen (Gehörlose, Ertaubte und Schwerhörige) und Menschen mit Sprachbehinderungen haben das Recht, mit öffentlichen Stellen im Sinne von § 2 in Deutscher Gebärdensprache, mit lautsprachbegleitenden Gebärden oder über andere geeignete Kommunikationshilfen zu kommunizieren, soweit dies zur Wahrnehmung eigener Rechte im Verwaltungsverfahren erforderlich ist. Die öffentlichen Stellen haben die dafür erforderlichen Aufwendungen zu erstatten.“

Umsetzung

Um den Mitarbeitenden in den Verwaltungen die Umsetzung zu erleichtern, haben Patrick Alberti und Christina Reiß, die kommunalen Behindertenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Heidelberg, eine Praxishilfe zur Umsetzung erstellt. Diese stehen in der Stadtverwaltung Heidelberg und im Landratsamt sowie teilweise auch in den kreisangehörigen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises den Verwaltungsmitarbeitenden zur Verfügung.

Die Betroffenen müssen ihren Anspruch nach § 8 Absatz 3 L-BGG geltend machen.

Gehörlose und schwerhörige Menschen können ihre Behinderung in der Regel mit dem Merkzeichen Gl („Gehörlosigkeit“) oder TBl („Taubblindheit“ für Menschen, die eine starke Hörsehbehinderung haben) im Schwerbehindertenausweis belegen. Für Menschen mit Sprachbehinderung gibt es kein spezielles Merkzeichen. Sofern die Behinderung nicht offensichtlich ist, kann eventuell über ein ärztliches Dokument der Nachweis erbracht werden.

Der Einsatz von Kommunikationshilfen ist in der Regel mit Kosten verbunden. Soweit die dabei entstehenden Aufwendungen erforderlich sind, sind sie von der Behörde zu erstatten (vgl. § 8 Absatz 3 L-BGG).

Teilhabe

(Ruf)-Taxi-Bestellung

Hörbehinderte oder gehörlose Menschen haben zwar die Möglichkeit, über eine App ein (Ruf-)Taxi zu bestellen, nicht jedoch per SMS.
App: https://taxi-deutschland.net/taxi-app/

Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn informiert Menschen mit Hörbehinderung über ihre Angebote. So gibt es ein Video in DGS und eine Übersicht der Bahnhöfe, die mit einer Induktionshöranlage ausgestattet sind. Der Service-Point am Heidelberger Hauptbahnhof verfügt über eine solche Anlage.
Web: www.bahn.de/p/view/service/barrierefrei/hoerbehindert.shtml

Kirchen

Viele Kirchen sind mit Induktionsschleifen ausgestattet. Es sind Bereiche gekennzeichnet, in denen ein Empfang über die T-Spule möglich ist.

Kino

Das Luxor-Kino in der Bahnstadt verfügt in allen Sälen über Induktionsschleifen.
Die kostenlose App "Starks" untertitelt Filme auf dem Smartphone: www.gretaundstarks.de

Theater

Marguerre-Saal, Alter Saal und Zwinger 1 sind mit induktiven Höranlagen ausgestattet. In Zusammenarbeit mit der Kommunalen Behindertenbeauftragten werden punktuell Theateraufführungen in DGS übersetzt. Theaterführungen können bei verbindlicher Anmeldung von mindestens 3 Gehörlosen auch mit DGS durchgeführt werden. Bei Interesse bitte bei der Kommunalen Behindertenbeauftragten der Stadt Heidelberg melden.

Dolmetschende

Gebärdensprachdolmetschen: www.lv-gl-bw.de/dvz.html

Dort gibt es umfangreiche Informationen zur Frage der Kostenübernahme von Dolmetschkosten und eine Übersicht der Gebärdensprachdolmetschenden. Für Elternabende und Gespräche in Kindergarten / Kita ist ein Antragsformular hinterlegt. Es wird Unterstützung bei der Suche nach einer/m Dolmetscher/in angeboten.
Schriftdolmetschen: www.bsd-ev.org

Hinweis: Allgemeine Homepage des BSD - Bundesverbands der Schriftdolmetscher Deutschlands e.V.
Eine Homepage mit den Kontaktdaten der in Baden-Württemberg tätigen Schriftdolmetscher*innen existiert bisher nicht.
Online Dolmetschen (Gebärde und Schrift):
www.tess-relay-dienste.de

Hinweis: Die Tess- Sign & Script–Relay-Dienste für hörgeschädigte Menschen GmbH ist für berufliche Zwecke nutzbar.

Taubblinde benötigen eine andere Form der Unterstützung. Dafür gibt es den Taubblinden-Assistenten-Verband e.V.: 
www.tba-verband.de

Inklusionsatlas Heidelberg

Suchen Sie eine Freizeitbetätigung, bei der es egal ist, ob Sie eine Behinderung haben oder nicht? Die Stadt Heidelberg und der Verein zur beruflichen Integration und Qualifikation e.V. (VbI) möchten Sie dabei unterstützen, ohne große Mühe und Zeitaufwand ein für Sie passendes Angebot zu finden. Ob Sie eine neue Sportart ausprobieren, eine Museumsführung machen, im Chor singen oder einfach nur neue Kontakte mit Gleichgesinnten knüpfen wollen: Im Inklusions-Atlas sind ganz verschiedene Aktivitäten zusammengestellt.

Der Inklusions-Atlas gibt Antworten auf viele Fragen. Wo und wann findet das Angebot statt? Wer ist mein*e direkte*r Ansprechpartner*in im Vorfeld und vor Ort? Welche Voraussetzungen zur Teilnahme sind notwendig? Ist das Angebot mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen? Ist das Gebäude barrierefrei zugänglich?www.heidelberg.de/inklusionsatlas

Gehörlosen-Vereine

•   Der Gehörlosensportverein Heidelberg 1954 e.V. bietet Sport- und Freizeitangebote in den Abteilungen Fußball, Golf, Motorsport, Schwimmen und Volleyball.
     Web: www.gsv-heidelberg.de

•   Der Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg versteht sich als wirtschaftliche, sozialpolitische, kulturelle und berufliche Interessenvertretung der Menschen mit Hörbehinderungen in Baden-Württemberg und als Forum für die Gebärdensprachgemeinschaft.
     Für Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis gibt es  den Gehörlosenverein „Alt Heidelberg“ e.V., 
     E-Mail:  gvaltheidelberg@gmail.com,
     Web: www.lv-gl-bw.de

•   Heinz-Mikol-Zentrum (Gehörlosenzentrum),
     Märzgasse 3, 69117 Heidelberg

•   Hörgeschädigtenverein „Edelweiß“ Weinheim/Bergstraße 1929 e.V.
     Vorstand: Heinz Brandt, Fax: 06201 23044, 
     E-Mail: heinzangi.brandt@gmail.com 

•   Stiftung Pro Kommunikation: Stiftung für hörgeschädigte 
     Menschen in Baden-Württemberg
     Förderung der Bildung und Erziehung hörbehinderter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener sowie Gestaltung der gesellschaftlichen Inklusion dieses Personenkreises im Bundesland Baden-Württemberg 
    
      Kontakt: 
     Stiftung Pro Kommunikation in Baden-Württemberg
     Quinckestraße 72
     69120 Heidelberg
     Telefon:   06221  41 21 66
     Fax:  06221  47 52 14
     E-Mail: kontakt@prokom-bw.de
     Website: www.prokom-bw.de

Leichte und einfache Sprache

Menschen, die nicht gut lesen können, die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben oder eine Lernbehinderung haben, verstehen Leichte oder Einfache Sprache besser. Leichte Sprache wurde ursprünglich für Menschen mit geistiger Behinderung entwickelt. Inzwischen weiß man aber, dass auch viele andere Menschen Texte so besser verstehen können.

Gehörlose Menschen kommunizieren über die Deutsche Gebärdensprache. Für sie ist die deutsche Schriftsprache eine Fremdsprache.
Deshalb fällt es manchen gehörlosen Menschen leichter, Texte in Leichter oder Einfacher Sprache zu lesen.

Einfach Heidelberg

 www.einfach-heidelberg.de ist das erste barrierearme Online-Nachrichtenportal in Leichter Sprache für Heidelberg. Es ist seit Juli 2016 online und wird von einem inklusiven Redaktionsteam betrieben. Ziel ist es, Menschen mit Lese- und Lernschwierigkeiten in Heidelberg ein barrierearmes und unabhängiges Nachrichten- und Informationsangebot zu bieten. Das Nachrichtenportal will erreichen, dass alle Heidelberger*innen unabhängig von ihrem Bildungshintergrund, ihrer Nationalität, ihrem Alter oder ihrer Behinderung die Themen, die die Menschen in unserer Stadt gerade bewegen, miterleben und gestalten können.

Das Nachrichtenportal ermöglicht somit die politische und gesellschaftliche Teilhabe für jede Heidelbergerin und jeden Heidelberger. Das inklusive und altersgemischte Redaktionsteam trifft sich ein Mal pro Woche zur Redaktionssitzung. Gemeinsam werden in der Redaktion Themen gesammelt, Informationen recherchiert, Interviews geführt, Texte in Leichter Sprache geschrieben, Fotos gemacht und ausgewählt sowie die Texte auf ihre Verständlichkeit hin geprüft. Außerdem recherchieren die Redaktionsmitglieder selbst vor Ort.

Hinter dem Portal steht der gemeinnützige Verein Einfach Heidelberg e.V.

Informationen der Stadt Heidelberg in Einfacher Sprache

Die Stadt Heidelberg informiert auf ihrer Website regelmäßig über aktuelle Themen in Einfacher Sprache: www.heidelberg.de/einfach

Inklusion-im-Kreis.de

Die Angebote für Menschen mit Handicaps verändern sich immer wieder. Darum gibt es im Rhein-Neckar-Kreis eine Homepage, die Sie unter der Adresse Inklusion-im-Kreis.de erreichen können. Dort finden Sie Ansprechpersonen, verschiedene Angebote und Veranstaltungshinweise. Ziel der Plattform ist es, auch alle Informationen zum Thema Hörbehinderungen im Rhein-Neckar-Kreis dort zu sammeln.

Politische Interessenvertretung

Beirat von Menschen mit Behinderungen Heidelberg (bmb)

Der bmb ist die gewählte Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen in Heidelberg. Der bmb ist Ansprechpartner für die Stadtverwaltung und setzt sich für die Interessen von Menschen mit Behinderungen ein. Ziel des bmb ist es, den Dialog zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen zu verbessern. Der 17-köpfige Beirat setzt sich zusammen aus 16 Menschen mit Behinderungen und einem Mitglied, das von der Liga der Freien Wohlfahrtspflege bestimmt wird. Die Amtszeit der ehrenamtlich tätigen Beiräte ist an die Wahlperiode des Gemeinderats gebunden. Jeweils ein Mitglied des Beirates ist als beratendes Mitglied im Jugendhilfe-, im Bau- und Umweltausschuss, im Ausschuss für Soziales und Chancengleichheit, im Ausschuss für Bildung und Kultur und im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss vertreten.

Web: www.bmb.heidelberg.de

Infofilme, auch mit DGS: 
www.youtube.com/channel/UCNe6wCEpCtroHU2VrI8_fiw

Inklusionsbeirat Rhein-Neckar-Kreis

Der Inklusionsbeirat Rhein-Neckar-Kreis ist ein ehrenamtliches Gremium, das sich für mehr Inklusion und Barrierefreiheit im Rhein-NeckarKreis einsetzt. Es steht der Verwaltung und der Politik beratend zur Seite und unterstützt die Arbeit des kommunalen Behindertenbeauftragten. Außerdem sind die Beiratsmitglieder zugleich Ansprechpersonen für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie deren Bürgerinnen und Bürger.

Informationen zum Inklusionsbeirat finden Sie unter 
www.Inklusion-im-Kreis.de
oder schreiben Sie eine  E-Mail an: inklusion@rhein-neckar-kreis.de

Deutsche Gebärdensprache

Gebärden Verstehen

Gebärden Verstehen will die Kommunikation zwischen den Welten hörender und tauber Menschen durch eine breite Palette von Angeboten vereinfachen. Die Gebärdensprache wird dabei als das verbindende Element zwischen beiden Welten angesehen. Wir fördern die barrierefreie Teilhabe von Menschen an allen Lebensbereichen einschließlich des regulären Bildungssystems, von Geburt an.

Kontakt:
Gebärden Verstehen e.Kfr.
Maaßstraße 26
69123 Heidelberg
Telefon: 06221 728 74 78
Fax: 06221 354 14 77
E-Mail: info@gebaerdenverstehen.de
Skype: gebaerdenverstehen

Aus den Weiten des Internets

www.schwerhoerigen-netz.de: Bundesweiter Selbsthilfeverband schwerhöriger und ertaubter Menschen mit einer umfangreichen Homepage zu allen bei einer Schwerhörigkeit relevanten Themen.

www.lv-gl-bw.de: Homepage des Landesverbands der Gehörlosen Baden-Württemberg mit Informationen zu Gehörlosenvereinen, Veranstaltungen und dem Link zur Dolmetscher*innenvermittlung für Gebärdensprache Baden-Württemberg

www.taubenschlag.de: Der Taubenschlag ist eine Homepage für Taube und Schwerhörige, aber auch für Hörende mit Informationen und Einblicken in die Welt der Menschen mit Hörbehinderungen.

www.vibelle.de: Vorrangig für Gehörlose rund um die Themen Bildung, Ausbildung und Beruf inclusive einer Jobbörse. Aber auch mit vielen Informationen für Hörende, die z. B. beruflich mit Gehörlosen zu tun haben.

www.taubwissen.de/content/index.html: Ein Informationsportal rund um die Lebenswelt, Geschichte und Kultur tauber Menschen. Die Seite wird nicht mehr aktualisiert, enthält aber viele interessante Informationen und viele Gebärdenvideos.

www.visuelles-denken.de: Mit einem Schnupperkurs in Deutscher Gebärdensprache und vielen Informationen zur Lebenswelt gehörloser Menschen (z. B. Gehörlose als Patienten, Gehörlos – was heißt das, Buch- und Filmtipps)

www.spreadthesign.com: Spreadthesign - ein internationales Wörterbuch, mit dem alle Gebärdensprachen der Welt zugänglich gemacht werden sollen. Wörter und ganze Sätze werden in Gebärdenvideos gezeigt.

www.handzuhand.net: Hand zu Hand e.V. ist ein Verein in Bremen, der online psychosoziale Beratung und Therapie für Gehörlose und Menschen mit Hörbehinderungen anbietet.

www.youtube.com: Bei Eingabe verschiedener Suchbegriffe, z.B. Gebärdensprache, gehörlos, DGS u.v.a.m. erscheinen zahlreiche Links zu Filmen mit Informationen in Gebärdensprache (für Gehörlose) und in Lautsprache mit Informationen für Hörende.

Der www.familienratgeber.de der Aktion Mensch bietet einen guten Überblick über Unterstützungsmöglichkeiten.

Anhang

Notfälle

Notfallausweis

Beim Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg ist ein Notfallausweis erhältlich, den man mit sich führen kann. Er informiert Rettungsdienste über Ihre Hörbehinderung.

Auch wer ein Cochlea-Implantat trägt, kann darauf mit einem speziellen Notfallpass hinweisen. So darf in diesem Fall beispielsweise keine MRT-Untersuchung durchgeführt werden.

Notfall melden – Hilfe rufen

Ein Hilferuf per SMS ist nicht zuverlässig, weil eine SMS zeitverzögert zugestellt werden kann. Auch kann NICHT an die Notrufnummern 110 oder 112 gesimst werden!

Es müssen diese Nummern für Notruf-SMS genutzt werden:
Polizei (aus allen Netzen): 01522 1807110
Bei Feuerwehr und Rettungsdienst ist die Nummer vom genutzten Mobilfunknetz abhängig:
T-Mobile/D 1/Vodafone D2: 990711 50667112
Telefonica/O2/E-Plus: 3290711 50667112

Ein Hilferuf per Fax ist zuverlässiger. Gehörlose erhalten in ganz  Baden-Württemberg schnelle Hilfe über die landesweit einheitliche Notruf-Faxnummer 110. Einen Fax-Vordruck finden Sie in der Mitte dieser Broschüre zum Heraustrennen.

Auch gibt es geeignete Apps. Informationen dazu gibt der Deutsche Gehörlosenbund:

Deutscher Gehörlosen-Bund e.V.
Prenzlauer Allee 180
10405 Berlin
www.gehoerlosen-bund.de

Einen kostenlosen Dolmetsch-Service für Notrufe bietet:
www.tess-relay-dienste.de/dienste/notruf.
Dafür ist eine Internetverbindung notwendig.

Wichtige Angaben bei einem Notruf:
   -  Ihr Name
   -  Hinweis auf Hörbehinderung (gehörlos, schwerhörig, CI…)
   -  Was ist passiert?
   -  Wo ist es passiert?
   -  Wann ist es passiert?
   -  Wie viele Menschen sind beteiligt oder verletzt?

Informationen sowie die Vorlage des Notruf-Fax-Formulars zum  Ausdrucken finden Sie unter www.polizei-bw.de/notruf-110

Tipps zur Kommunikation mit hörbehinderten Menschen

Mögliche Kommunikationsformen

Ein Gespräch am Telefon ist ungeeignet. Vereinbaren Sie entweder ein persönliches Gespräch (auch Mimik, Lippenbewegungen etc. sind wichtig für das Verstehen) oder versuchen Sie Dinge schriftlich (auch per Mail/SMS, sofern keine Datenschutzregelung dagegenspricht) zu (er)klären.

Wenn eine Gesprächspartnerin/ein Gesprächspartner eine Hörbehinderung hat, ist es hilfreich, einige kommunikationsförderliche Aspekte im Gespräch zu beachten. Hierzu zählen insbesondere:

1. Blickkontakt: Suchen Sie aktiv den Blickkontakt; damit signalisieren Sie Ihre Bereitschaft zur Aufmerksamkeit.

2. Verstehen: Für ein besseres Verstehen helfen außerdem Ihr Mundbild und Ihre Mimik. Ihr Gesicht sollte jederzeit gut sichtbar und Ihre Sitzposition der  Gesprächspartnerin/dem Gesprächspartner zugewandt sein.

3. Sprechweise: Hilfreich sind klare, kurze Aussagen sowie eine ruhige und nicht zu schnelle Sprechweise. Für Menschen mit einer Hörbehinderung ist eine erhöhte Konzentrationsleistung erforderlich, da sie zum Verstehen verschiedene Informationsquellen (Sehen und Hören) bewusster verknüpfen müssen. Bezüglich der Lautstärke beachten Sie bitte, dass ein zu lautes Sprechen den Ton verzerrt und unter Umständen für Menschen mit einem Hörgerät sehr schmerzhaft sein kann.

4. Einsatz von Schriftsprache und Bildern: Überprüfen Sie mittels Blickkontakt oder Nachfrage, ob das Gesagte verstanden wurde. Wiederholen Sie dies gegebenenfalls oder formulieren Sie es neu. Hilfreich können auch zusätzliche Schrift- oder Bildinformationen sein. Auch um sicherzustellen, dass Telefonnummern, Adressen usw. fehlerfrei mitgenommen werden, geben Sie diese schriftlich weiter.

5. Umfeld/Gesprächsrahmen: Umweltgeräusche machen das  Heraushören wichtiger Informationen schwierig. Schalten Sie störende Geräuschquellen im Raum aus; auch Nebengespräche erschweren  die Kommunikation mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner.

6. Formular ausfüllen: Schwierig wird es für Menschen mit einer Hörbehinderung, wenn gleichzeitig gesprochen wird und gelesen werden soll. Daher hilft es, eine entsprechende Stelle auf dem Formular erst zu zeigen, abzuwarten bis diese gelesen wurde, und sie dann zu erläutern.

7. Hilfsmittel: Wenn Menschen mit einer Hörbehinderung einen Verstärker mitbringen, mit dem akustische Signale verstärkt werden können, nutzen Sie diesen bitte. Es sind kleine Geräte, die ausschließlich die Akustik verstärken und keine Aufnahmen erstellen. Behalten Sie Ihre Sprechweise bei (s. Punkt 3).

8. Dolmetschende: Personen, die gehörlos sind, benötigen gegebenenfalls für die Kommunikation Gebärdensprach- oder Schriftdolmetschende. Diese Personen übersetzen ausschließlich die Sprache. Gesprächspartnerin / Gesprächspartner bleibt für Sie die antragstellende Person.
Es ist hilfreich, wenn hörbehinderte Menschen hörende Gesprächspartner*innen einen Hinweis geben, z.B.: „Ich bin gehörlos, bitte sprechen Sie langsam und deutlich. Ich muss von den Lippen ablesen." Für wiederkehrende Situationen, z.B. beim Einkaufen, kann ein laminiertes Hinweis-Schild praktisch sein.

*  Stand: April 2016, Quelle: Hör-/Sprachzentrum Heidelberg/Neckargemünd

Barriere-Checker: Planungshilfe für barrierefreie Veranstaltungen

Der Paritätische hat eine Broschüre erarbeitet, die dabei helfen soll, Veranstaltungen barrierefreier zu machen. Barrierefrei bezieht sich nicht nur auf Mobilitätseingeschränkte: es wird anschaulich erklärt, was alles zu beachten ist, wenn man Veranstaltungen für alle Menschen barrierefrei gestalten möchte. Hier gibt es viele Tipps für eine gelungene Veranstaltung. Und zwar von der Vorbereitung über Einladung und Durchführung bis zur Abschlussdokumentation.
Web: www.paritaet-hessen.org/fileadmin/redaktion/Texte/Aktuelles__Slider_/Final_Barriere-Checker_2_auflage.pdf

Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Stiftung Anerkennung und Hilfe

Die Stiftung richtet sich an Menschen, die als Kinder in der Zeit von 1949 bis 1975 in Einrichtungen der Psychiatrie oder der Behindertenhilfe untergebracht waren und dort Leid oder Unrecht erfahren haben.  Dazu zählen auch Internate für gehörlose oder hörbehinderte Kinder und Jugendliche.

Aufgaben der Stiftung sind die öffentliche Anerkennung des Leids und Unrechts, die Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung und die individuelle Anerkennung in finanzieller Form.

Voraussetzungen für eine finanzielle Anerkennung: Sie waren
   •  als Kind in stationärer Einrichtung untergebracht
   •  als Jugendliche*r für eine Einrichtung gearbeitet

Für die Unterbringung kann eine Anerkennung in Höhe von  9000 Euro ausgezahlt werden.

Für Arbeit, die nicht in die Rentenkasse aufgenommen  wurde, kann ein Betrag von 3000 Euro (bis zu 2 Jahre gearbeitet) bzw. 5000 Euro (mehr als 2 Jahre gearbeitet) ausgezahlt werden.

Die Anmeldung für die Anerkennung kann nur noch bis zum 31.12.2020 erfolgen.

Die Anmeldung Schritt für Schritt:

1)   Kontakt zur Beratungsstelle aufnehmen
      Telefon: 0800 221-2218
      E-Mail für Gehörlose: info.gehoerlos@bmas.bund.de 
      Website: www.stiftung-anerkennung-hilfe.de

2)  Beratungsgespräch: über Erlebnisse sprechen

3)  Anmeldung: Unterstützung durch Beratungsstelle

4)  Die Stiftung prüft die Anmeldung

5)  Brief nach Hause, ob die Anerkennung erfolgt ist oder nicht und gegebenenfalls Überweisung des Geldes

Unter www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de gibt es auch Informationen in Leichter Sprache.

Mitwirkende

An der Erstellung dieser Broschüre haben mitgewirkt:

-   Patrick Alberti Kommunaler Behindertenbeauftragter  des Rhein-Neckar-Kreises

-   Dr. Barbara Bogner Behindertenbeauftragte an der  Pädagogischen Hochschule Heidelberg

-   Markus Fertig Beirat von Menschen mit Behinderungen  der Stadt Heidelberg

-   Birgit Hole-Euchner  Seelsorge und Beratung für Hörgeschädigte  der Evangelischen Landeskirche in Baden

-   Larissa Lehmann Praktikantin im Büro der Kommunalen Behindertenbeauftragten der Stadt Heidelberg

-   Christina Reiß  Kommunale Behindertenbeauftragte  der Stadt Heidelberg

-   Irmgild Schulte-Möckel  SPBZZ Luise von Baden

-   Stephanie Wolf Hörbehindertenfachberaterin  beim IFD Heidelberg -Mosbach 

-   Redaktion/Koordination:  Christina Reiß Kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Heidelberg